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Wie IT-Anbieter Hardwarefehler als Verkaufsargument für BDR nutzen können

Wie IT-Anbieter Hardwarefehler als Verkaufsargument für BDR nutzen können

März 16
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Einige Unternehmen haben das Glück, dass ihre Systeme noch nie durch Malware infiziert wurden. Bei Hardwarefehlern sieht die Sache schon anders aus. Anhand einer Befragung von fast 400 seiner IT-Partner ermittelte StorageCraft, dass 99 % der 387 Befragten bereits unter Hardwareausfällen gelitten hatten. Die Befragungsgröße ist zwar nicht sehr groß, aber die Daten bestätigen die Erfahrung, dass fehlerhafte Geräte die größte Gefahr für den unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb darstellen.

Häufige Ursachen für Hardwarefehler

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum IT-Hardware plötzlich ausfallen kann. Hier schauen wir uns die bekanntesten Gründe für solche Hardwarefehler an:

Überhitzung: Ein schlecht gekühlter oder nicht ausreichend belüfteter Raum verursacht oft einen Hitzestau, der IT-Anlagen außer Gefecht setzen kann. Aufgrund der Erkenntnis, dass die Überhitzung die häufigste Ursache für Hardwarefehler ist, investieren Betreiber von Rechenzentren in großem Umfang in die Kühlung der IT-Anlagen. Ein Bericht in Markets and Markets prognostiziert, dass die Kühlung von Rechenzentren im Jahr 2018 einen Gesamtjahresumsatz von $ 11,5 Milliarden erzielt wird.

Stromspitzen: Eine Stromspitze sorgt nicht automatisch für einen Systemausfall, kann aber trotzdem sehr schädlich sein. Stromspitzen werden im Allgemeinen durch Blitzeinschlag, fehlerhafte Schaltkreise und andere Ereignisse ausgelöst, die einen unvermittelten Stopp und Neustart der Energieversorgung verursachen. Ich weiß nun nicht, ob man hier überhaupt von Glücksfall sprechen kann, aber es scheint doch weniger schlimm zu sein, alle ungesicherten Daten in einem Systemabsturz zu verlieren, als einen kompletten Ausfall der Hardware verkraften zu müssen. Beides kann durch eine Stromspitze ausgelöst werden.

Physische Beschädigung: Maschinen, in denen zahlreiche kleine, bewegliche Teile ihrer Arbeit verrichten, haben eine gewisse Empfindlichkeit. Ein Computer verfügt über weniger bewegliche Teile als die meisten anderen Maschinen, aber seine Komponenten sind gleich sensibel. Alle IT-Ausrüstungen, die Schlägen, Stößen oder anderen physischen Kräften ausgesetzt sind, können gleich ausfallen oder ihre Leistung im Lauf der Zeit verlieren. Dabei ist es gleichgültig, ob das Gerät ein- oder ausgeschaltet ist: Physische Beschädigungen können oft das Lebensende der Hardware bedeuten.

Wasserschaden: Wasser ist eine Gefahr für Hardware und bedroht IT-Ausrüstungen auf unterschiedliche Weise. Wenn ein Laptop unter Wasser gerät oder Kaffee direkt auf die Tastatur eines Notebooks geschüttet wird, ist die Katastrophe schon beinahe komplett. Kondensat kann sich aber auch durch extreme Feuchtigkeit innerhalb der Geräte bilden und zum Ausfall kritischer Teile führen. Das Hardwaredesign hat eine lange Tradition, aber wasserdichte Gehäuse werden immer noch nicht wirklich angeboten.

Befall durch Malware: Bekannt ist, dass sich Malware höchst schädlich auf softe Systeme auswirken kann. Sie verursacht nur sehr selten Schäden bei der zugrunde liegenden Hardware. Aber möglich ist es schon. Ein Trojaner kann über einen Backdoor-Exploit die vollständige Kontrolle über den Zielcomputer übernehmen. Das bedeutet, dass damit auch Hardwareressourcen wie BIOS und Arbeitsspeicher unter seine Kontrolle geraten. Sogar die Lade des DVD-Laufwerks kann nach Belieben geöffnet und geschlossen werden. Über kurz oder lang kommt es bei solchen Belastungen zum Ausfall der Hardware.

Wie aus der StorageCraft-Befragung zu Hardwarefehlern zu entnehmen ist, gaben 52,7 % der Befragten an, dass die Erkennung des Werts von Backup und Disaster Recovery die größte Herausforderung beim Angebot einer Disaster Recovery-Lösung darstellt. Hier haben wir erörtert, warum Hardware der beste Ansatzpunkt dafür ist. Wenn Unternehmen erkennen, dass ihre Festplattenlaufwerke binnen Sekunden beschädigt werden könnten, verstehen Sie vielleicht auch, warum Backup und Disaster Recovery die sicherste Art des Betriebs einer modernen IT-Umgebung darstellen.

Übersetzung eines auf Englisch verfassten Artikels von Contel Bradford für die Recovery Zone. Den Originalartikel finden Sie hier.