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Was ist der RTO?

Was ist der RTO?

November 18
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Der Wert „Recovery Time Objective“ (Ziel für die Wiederherstellungszeit, RTO) ist nützlich für die Erstellung eines Notfallwiederherstellungsplans. Er hilft Ihnen vor allem dabei, die richtigen Strategien und Technologien auszuwählen, die Sie für eine erfolgreiche Wiederherstellung nach einem Ausfall benötigen.

Einfach gesagt, der RTO misst, wie lange Ihr Unternehmen einen Ausfall verkraftet. Wenn Sie diesen Wert kennen, können Sie die Wiederherstellung viel besser planen. Der RTO nützt Ihnen kaum bei der eigentlichen Wiederherstellung von Daten oder bei der Einrichtung von Backup-Zeitplänen. Stattdessen bereitet er Sie darauf vor, wie schnell Sie Ihre Systeme wieder zum Laufen bringen müssen, bevor Sie viel Geld, Ihren Ruf usw. verlieren. Wenn Sie ein Instrument suchen, das Ihnen in Sachen Datenverlust und Backups hilft, dann machen Sie sich mit dem Recovery Point Objective (RPO) vertraut.

Was genau ist der RTO?

Bei einem Notfall fällt mindestens eines Ihrer Systeme aus, wenn nicht noch mehr. Sofern Sie nicht über eine gespiegelte, geografisch verteilte Infrastruktur verfügen, werden Sie eine gewisse Ausfallzeit hinnehmen müssen, bis das System wiederhergestellt ist. Und natürlich sind Ausfallzeiten nichts Gutes. Sie können nicht nur teuer werden, sondern auch Ihren Ruf schädigen und wertvolle Arbeitszeit verschwenden – die Beeinträchtigungen sind vielfältig.

An dieser Stelle kommt der RTO ins Spiel. Für die Ermittlung des RTO müssen Sie herausfinden, auf welche Bereiche sich Ausfallzeiten auswirken. Dann wissen Sie auch, wie lange Sie einen Ausfall verkraften können. Sicher wäre es Ihnen lieber, gar keine Ausfallzeiten zu erleben, aber das ist nicht sehr realistisch. Deshalb müssen Sie genau wissen, wie viel Ihr Unternehmen aushalten kann.

Sobald Sie den RTO ermittelt haben, sind Sie in der Lage, fundierte Entscheidungen bezüglich Ihres Notfallwiederherstellungsplans zu treffen. Wenn sich beispielsweise herausstellt, dass Sie nur eine Stunde Ausfallzeit verkraften können, dann müssen Sie in eine Notfallwiederherstellungstechnologie investieren, die das gewährleistet, z. B. etwas mit Virtualisierung.

Wie viel Ausfallzeit verkraften Sie?

Zunächst müssen Sie bedenken, dass der RTO für jeden Server und jede Anwendung anders ist. So ist der Ausfall Ihres Exchange-Servers, den alle Mitarbeiter praktisch ständig nutzen, wahrscheinlich deutlich dramatischer, als der eines selten genutzten Dateiservers. Diese Unterschiede müssen Sie im Hinterkopf behalten, damit Ihr Notfallwiederherstellungsplan so effizient und wirksam wie möglich ist.

Beziehen Sie dabei auch alle wichtigen Beteiligten Ihres Unternehmens ein. Sicher stehen die finanziellen Folgen eines Ausfalls ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste. Damit Sie aber einen fundierten Plan aufstellen können, müssen Sie erst alle Aspekte Ihres Unternehmens ermitteln, auf die sich Ausfallzeiten auswirken.

Bei der Vorbereitung auf den Ernstfall geht es im Grunde darum, die Anforderungen Ihrer IT-Umgebung zu kennen und sich darauf einzustellen. Der RTO-Wert ist dabei ein nützliches Instrument, das Ihnen hilft.