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Konvergierte Infrastruktur Akzeptanz, Meinungen und Ausblick

Konvergierte Infrastruktur Akzeptanz, Meinungen und Ausblick

April 5
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Übersetzung eines auf Englisch verfassten Artikels von Contel Bradford für die Recovery Zone. Den Originalartikel finden Sie hier.

Die Verfügbarkeit Ihres Rechenzentrums ist Ihre wichtigste Herausforderung, gleichgültig ob Sie ein Großrechenzentrum oder eine kleine Servergruppe managen. Die häufige Mischung von Altgeräten und neuerer Technologie ist kostentreibend und kann Probleme bei der Bereitstellung, beim Betrieb und bei der Skalierung verursachen. Cloud Computing und Virtualisierung tragen dazu bei, dass diese Herausforderungen etwas gemildert werden. Dennoch ist die Bereitstellung neuer Server, Speicherkapazitäten und IT-Services immer noch relativ aufwendig. Und da tritt die konvergierte Infrastruktur auf.

Die konvergierte Infrastruktur kombiniert Ressourcen aus verschiedenen Bereichen des IT-Spektrums in eine einheitliche Lösung. Dabei soll eine maximale Optimierung durch Standardisierung der Technologien für den Server, Storage und Netzwerkanlagen erzielt werden. Idealerweise entsteht damit eine Umgebung, die nicht nur einfach zu verwalten ist, sondern auch besser auf geschäftliche Anforderungen reagiert.

Akzeptanz der konvergierten Infrastruktur

Einige meinen, dass darin die Zukunft der IT liegt, und daher kommt es nicht überraschend, dass die Akzeptanz der konvergierten Infrastruktur zunimmt. Nachstehend zeigen wir einige Statistiken, die zeigen sollen, wie die Akzeptanz in den letzten Jahren gestiegen ist:

  • Eine Untersuchung von Techaisle hat gezeigt, dass 10 % der kleinen Unternehmen und 27 % der mittelständischen Unternehmen planen, die konvergierte Infrastruktur einzuführen.
  • Techaisle erwartet, dass diese Werte weiter steigen werden, während sich der SMB-Markt selbst ebenfalls weiterentwickelt.
  • Im Jahr 2015 wurde in einem Zenoss-Bericht ermittelt, dass 69 % der Befragten die Bereitstellung einer konvertierten Infrastruktur im Jahr 2016 durchführen wollten.
  • 33 % waren der Ansicht, dass ein eigenes Team notwendig sei, um diese neu erstellte Umgebung exklusiv zu verwalten.

Warum steigt also die Akzeptanz der konvergierten Infrastruktur? Ich würde meinen, dass sich dabei die Anforderungen der Endbenutzer und der Serviceanbieter gleichermaßen treffen. Für Endbenutzer eingerichtete Organisationen suchen oft nach Vorteilen wie Kosteneinsparungen, zentralisiertes Ressourcenmanagement und insgesamt höhere Flexibilität. Anbieter versuchen, die Investitions- und Betriebskosten zu senken kostengünstigere IT-Services anzubieten und das weiterhin rasche Wachstum der Cloud-Angebote zu unterstützen.

Experten bestätigen

Die konvergierte Infrastruktur bricht komplexe Silos auf und fasst IT-Systeme unter einem zentralen Managementpunkt zusammen. Eines der wichtigsten Verkaufsargumente ist natürlich die Fähigkeit, die Umgebung des Rechenzentrums besser zu verwalten. „Die Leute wollen mit selbstgestrickten Modellen nicht mehr arbeiten“, erklärt Duncan Campbell, VP von Hewlett-Packard Enterprise Group Solutions und Leiter des Unternehmensbereichs Marketing Strategy. „Verlangt wird der Übergang von selbstgestrickten Umgebungen zu diesen integrierten Systemen.“

Skalierbarkeit bedeutet nicht gleich Systemwachstum. Manchmal ist es auch nötig, abwärts zu skalieren, und dies soll dann ebenso einfach sein wie bei der Aufwärtsbewegung. Konvergierte Infrastruktur kann sinnvoll für das Testen von Initiativen oder die Lösung sofort benötigter Geschäftsanforderungen im Allgemeinen sein. „Der Trend zur konvergierten Infrastruktur hat eine Beschleunigung der Einrichtung von Umgebungen, ihrer Stilllegung und der Einbeziehung von Personen in innovative Aufgaben ermöglicht“, erklärt Joo Lee. Lee ist VP für die digitale Transformation des IT-Serviceunternehmens Sogeti USA.

Konvergierte Infrastruktur bringt Flexibilität in die hektische Betriebsamkeit eines Rechenzentrums. Ein IT-Experte warnt aber davor, dass dabei die fehlende Flexibilität der Anbieter Probleme bereiten könnte. „Da alle Teile vorausgewählt und vorkonfiguriert sind, muss die vom Lieferanten vorgegebene konvergierte Infrastruktur übernommen werden“, erklärt Gunnar Menzel VP and Chief Architect Officer des IT-Beratungsunternehmens Capgemini. „Dazu kommt, dass es keine Möglichkeit gibt, granulare Aktualisierungen/Patches anzuwenden oder die Lösung der konvertierten Infrastruktur anzupassen – Sie müssen sich an die Vorgaben des Anbieters halten.“

Andererseits ist die Bindung an einen einzelnen Lieferanten durchaus auch vorteilhaft. Eine Lösung mit einem Supportteam ist deutlich besser als die Behebung von Problemen mit drei oder mehr verschiedenen Unternehmen. Wenn Sie einen Umstieg in naher Zukunft planen, sollten Sie durchaus auch mit Problemen rechnen. Deshalb ist es dermaßen wichtig, bei der Auswahl einer Lösung und eines Anbieters sehr wählerisch zu sein.

Ausblick

Die zunehmende Akzeptanz in der weltweiten Community hat Milliardenumsätze gebracht. Laut Markets and Markets wird der Markt der konvergierten Infrastruktur im Jahr 2019 auf 33,89 Milliarden US-Dollar wachsen. Dies ist eine außergewöhnliche jährliche Wachstumsrate von 24,1 %, wenn man berücksichtigt, dass der Markt im Jahr 2014 gerade einmal 11,53 Milliarden US-Dollar wert war.

Das Phänomen der konvergierten Infrastruktur hat einen Raketenstart hingelegt und bereits einen neuen Trend der sogenannten hyperkonvergierten Infrastruktur ausgelöst. Gartner prognostiziert, dass diese hyperschnelle Variation in den nächsten fünf Jahren in den Mainstream münden und schon 2019 bereits 5 Milliarden US-Dollar ausmachen wird. Aber gleich ob hyper oder konventionell, diese Strategie wird definitiv die Art verändern, wie wir die IT verwalten.