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Der Effekt einer konvergierten Infrastruktur auf Backups und Disaster Recovery

Der Effekt einer konvergierten Infrastruktur auf Backups und Disaster Recovery

April 26
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Übersetzung eines auf Englisch verfassten Artikels von Contel Bradford für die Recovery Zone. Den Originalartikel finden Sie hier.

Heutzutage muss man sich IT-Infrastrukturen als komplexen Mechanismus mit vielen Querverbindungen vorstellen. Tatsächlich sind so viele bewegliche Teile erforderlich, dass das Risiko eines Problems ständig präsent ist. Und wenn es dann soweit ist, ist ein Ausfall unausweichlich. Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit lassen sich in konvergierten Infrastrukturen aber steigern. Im Folgenden soll beleuchtet werden, inwieweit eine solche für Ihre Backup- und Disaster Recovery-Strategie von Vorteil sein kann.

Der Bedarf an Konvergenz bei der Business Continuity-Planung

Die meisten Backup-Systeme bestehen aus Komponenten von verschiedenen Anbietern und werden jeweils von einem spezialisierten Team verwaltet. Solche Systeme setzen sich aus Software, Servern, Speicher und Netzwerktechnik zusammen und werden immer teurer und aufwendiger in der Verwaltung, je mehr die Netzwerke wachsen und Daten ansammeln. Die zuständigen IT-Teams haben es schwer, Backups und Wiederherstellungen durchzuführen und gleichzeitig die diversen Infrastrukturkomponenten zu verwalten.

Für dieses Problem gibt es mittlerweile eine Lösung: In konvergierten Infrastrukturen werden Ressourcen verschiedener Komponenten zentral bereitgestellt. Diese Vereinheitlichung von Servern, Speicher und Netzwerktechnik zu einem einzigen System erleichtert die Verwaltung des Backup- und Wiederherstellungsbetriebs. Führende Anbieter bündeln konvergierte Lösungen sogar mit Funktionen für die Automatisierung und Rationalisierung der Disaster Recovery. Besonders effiziente Deduplizierungsfunktionen, einfach skalierbare Speicherkontingente und eine intuitive webbasierte Steuerung erleichtern IT-Administratoren die BDR-Verwaltung enorm.

Konvergierte Infrastrukturen sind per se einem ganzheitlichen Ansatz beim IT-Management verschrieben und vervollständigen jede Datensicherungsstrategie. Neben BDR-Funktionen zeichnen sich viele konvergierte Systeme dadurch aus, dass sie auf Plattformen mit Failover-Funktionen ausgeführt werden. So werden die Workloads beim Ausfall eines primären Knotens automatisch auf einen anderen Knoten verschoben, was Störungen auf ein Minimum reduziert und die Business Continuity praktisch sicherstellt.

Potenzielle Probleme mit konvergierten Infrastrukturen

Die Vorteile der konvergierten Infrastruktur machen sie zu einer erstrebenswerten Lösung für fast jede IT-Umgebung – aber eben nur fast jede.  Es folgen einige beispielhafte Szenarien, in denen das vielversprechende IT-Modell möglicherweise keinen Platz hat:

  • Altsysteme:Nicht alle konvergierten Lösungen unterstützen alle Altsysteme. Es kann also zu Problemen kommen, wenn Sie Daten sichern müssen, die von inkompatiblen Anwendungen verwendet werden.
  • Archivierung auf Magnetband:Da die meisten konvergierten Lösungen die Speicherung auf Band nicht unterstützen, könnte für Unternehmen und Organisationen, die aus Compliance- und Aufbewahrungsgründen Magnetband-Backups erstellen, eine eigenständige BDR-Lösung besser geeignet sein.
  • Granulare Wiederherstellung:Einige integrierte Lösungen besitzen nur eingeschränkte Funktionen zur Wiederherstellung granularer Backups von Datenbanktabellen, E-Mails und anderen spezifischen Dateielementen. Prüfen Sie daher genau die angebotenen Funktionen für die granulare Wiederherstellung, ehe Sie einen Anbieter rechtsverbindlich auswählen.
  • Datensicherheit:Konvergierte Systeme sind auch deshalb so besonders, weil sie den IT-Betrieb vereinfachen, indem sie die Ressourcen von der zugrunde liegenden Hardware abkoppeln und abstrahieren. Zukunftsmusik ist allerdings noch die Vereinfachung der logischen Abstraktion des Backup-Speichers von der Produktionsumgebung. Das erschwert die Verschlüsselung von Backups und deren Schutz vor Sicherheitsbedrohungen erheblich. Lassen Sie sich also die Verschlüsselungsfunktionen des Anbieters genau erklären, ehe Sie etwas unterzeichnen.

Fazit

Personalkürzungen, schrumpfende Budgets und überlastete Ressourcen – Mitarbeiter in modernen IT-Teams bräuchten eigentlich sechs Hände und zwei Köpfe. Hier kommt die konvergierte Infrastruktur ins Spiel, denn sie macht aus der Not eine Tugend und sorgt mit weniger Einsatz für mehr Ertrag. Ob Server, Storage, Verkabelung oder Netzwerktechnik – die Zusammenlegung von Infrastrukturressourcen verspricht ein einfacheres IT-Management und langfristig erhebliche Kosteneinsparungen.

Anbieter wie Exablox bieten eine flexible, leicht zu verwaltende Appliance zur Konsolidierung primärer Daten ebenso wie von Backup- und Archivdaten in einer einzigen bedienerfreundlichen Speicherinfrastruktur mit globalem Namespace.

Die Zusammenführung von Backup- und Wiederherstellungsaufgaben in einer zentralen Lösung ist unter Umständen ein riskantes Manöver, das sich aber auszahlen kann, wenn diese Lösung im gesamten konvergierten Rechenzentrum strategisch bereitgestellt und verwaltet wird. Nehmen Sie sich die Zeit, herauszufinden, ob darin ein geschäftlicher Nutzen für Sie liegt.