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So kalkulieren Sie die Kosten und Vorteile für Daten-Backup und Disaster Recovery

So kalkulieren Sie die Kosten und Vorteile für Daten-Backup und Disaster Recovery

Oktober 2
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Übersetzung eines auf Englisch verfassten Artikels für die Recovery Zone. Den Originalartikel finden Sie hier.

Die Liste der Katastrophen, die ein Geschäft betreffen könnten, ist praktisch endlos. Neben Feuer, Überschwemmungen und Orkanen müssen auch Hackerangriffe in Kauf genommen werden.

Daher haben viele Organisationen die Planung für evtl. Ausfallzeiten inzwischen zu einer Priorität erklärt. Wichtigstes Ziel dabei: Das Geschäft auch im Katastrophenfall am Laufen halten. In einem wettbewerbsorientierten Markt kann es zu Kundenabwanderungen, Vertragsstrafen, behördlichen Geldbußen und Umsatzeinbußen kommen, wenn Sie längere Zeit nicht in Betrieb sind.

Ein Schwerpunkt bei der Erstellung eines Disaster Recovery-Plans liegt auf der Identifizierung von Methoden zur Datensicherung und -wiederherstellung. Da immer mehr wertvolle Daten von Unternehmen gespeichert werden, ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie kontinuierlich prüfen, ob ihre Datensicherungsprozesse und -infrastrukturen ausreichen.

Bei der Überprüfung von Backup- und Wiederherstellungslösungen müssen Unternehmen sowohl die Funktionen berücksichtigen, die dem Unternehmen am besten dienen, als auch die Gesamtbetriebskosten (TCO) im Verhältnis zu den Kosten bei einem Totalausfall. Es wird vermutet, dass Organisationen bis zu 50.000 USD ausgeben müssen, um nach DDoS-Angriffen die Daten wiederherzustellen und wegen der Ausfallzeiten und Recovery-Kosten von über 100.000 USD pro Ransomware-Angriff einbüßen.

Der erste Schritt für die Organisationen ist es, sich ihr Recovery Time Objective (RTO anzuschauen, also die Zeit, die benötigt wird, um Anwendungen und Systeme nach einer Katastrophe wiederherzustellen. Gartner schätzt, dass es etwa 5.600 USD pro Minute kostet, wenn das Netzwerk ausfällt. Das Unternehmen muss dann sein Wiederherstellungsziel (Recovery Point Objective – RPO; die maximal akzeptable Menge an Datenverlust, gemessen in der Zeit) identifizieren. Letztendlich geht es bei diesen Problemen darum, wie lange Sie es sich leisten können, wie viele Daten zu verlieren.

Außerdem sollten folgende Punkte beachtet werden, wenn Sie Ihren Datenwiederherstellungsplan einrichten:

  • Anfängliche Kosten
    Welche Hardware oder Software muss erworben werden? Wie viel kosten die Installation oder die Softwarelizenzen? Müssen Upgrade-Gebühren für den Service entrichtet werden?
  • Kritische Anwendungen und Services
    Wie wird das Unternehmen weiterhin seinen Sicherheits- und Compliance-Verpflichtungen nachkommen? Wie lange wird es dauern, die Daten von wichtigen Kunden oder Anbietern wiederherzustellen? Werden Mitarbeiter an allen Standorten gleichzeitig auf wiederhergestellte Daten zugreifen können?
  • Datenspeicherorte
    Beachten Sie, dass sich die Daten auf Netzwerkservern, Laptops, Desktop-Computern und drahtlosen Geräten befinden können. Wie hoch werden die Kosten sein, um alle Daten wiederherzustellen, und wie hoch sind die Kosten für die Sicherung von Aufzeichnungen und Informationen? Wie kann die Nutzungsdauer der Datensicherungsinfrastruktur am besten verlängert werden?
  • Technologisches Inventar
    Behalten Sie die Übersicht über Ihre Server und Speichersysteme, Netzwerkdiagramme, die Pläne für das Rechenzentrum und die entscheidungsbefugten Mitarbeiter. Welche Dienste von Drittanbietern werden derzeit genutzt? Werden sie in der Lage sein, die Organisation im Katastrophenfall zu unterstützen? Wie schnell?
  • Testen
    Wer wird die Lösung testen? Wie oft wird so eine Testreihe durchgeführt? Wie hoch sind die Kosten, um die Mitarbeiter für die Durchführung dieser Testreihen zu schulen? Wie sieht es mit Schulungen für Partner außerhalb des Unternehmens aus? Das Testen ist ein wichtiger Schritt und sollte nicht übersprungen werden, da die Kosten in der Folge höher sein können, wenn kritische Fehler gefunden werden.
  • Wartung
    Wie hoch sind die Kosten für die langfristige Wartung und Aufrechterhaltung der Lösung? Wer wird diese Wartung durchführen und wie oft? Können technologische Fortschritte nahtlos in die Datensicherung integriert werden?
  • Skalierbarkeit
    Wachsende Unternehmen verarbeiten riesige und immer größere Datenmengen. Die verschiedenen Arten von Daten und die unterschiedliche Zugänglichkeit für die Benutzer stellen bei der Erstellung eines Backup- und Wiederherstellungsplans eine noch größere Herausforderung dar. Lösungen für die Datenwiederherstellung müssen innerhalb des Unternehmens skalierbar sein.

Ein weiterer wichtiger Hinweis: Wenn Sie sich Datenwiederherstellungs- und Backup-Lösungen ansehen, bitten Sie um Input von allen Entscheidungsträger, um die Kosten eines Ausfalls für Ihr Unternehmen genau abzuschätzen und die Gesamtkosten der Investition für eine Lösung festzulegen, die für Ihr Unternehmen angemessen ist.