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Die besten Synchronisierungstools für lokale Daten

Die besten Synchronisierungstools für lokale Daten

Januar 17
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Übersetzung eines auf Englisch verfassten Artikels für die Recovery Zone. Den Originalartikel finden Sie hier.

Software zur Dateisynchronisierung ist längst keine neue Technologie mehr, daher gibt es sie in einer erstaunlichen Vielfalt. Die meiste Aufmerksamkeit ziehen jedoch Programme und Dienste auf sich, die Dateien cloudbasiert synchronisieren. Angebote wie Dropbox und Backblaze bieten Backup-Lösungen für Verbraucher und Unternehmen und mit jeder davon lassen sich Dateien geräteübergreifend synchronisieren. Allerdings geht das nicht ohne Drittanbieter und für die Dienste fallen monatlich Kosten an.

Und wenn Sie nur Dateien zwischen lokalen Laufwerken synchronisieren möchten? Dafür benötigen Sie ein spezielles Synchronisierungstool – und darum geht es jetzt. Da die Auswahl riesig ist, wird hier nur kostenlose und Open-Source-Software vorgestellt.

Anforderungen

Wodurch zeichnet sich ein gutes Synchronisierungstool für lokale Dateien aus? Es ist vielfältig einsetzbar und sollte als hochwertiges Tool folgende Funktionen besitzen:

  1. Unterstützung für mono- und bidirektionale Synchronisierung
  2. Unterstützung für den manuellen und automatischen Betrieb
  3. Ausschlussregeln für Dateien/Ordner
  4. Unterstützung für lokale Laufwerke, entfernbare Treiber und Netzwerkfreigaben
  5. Windows-Unterstützung, keine Adware

Natürlich muss diese Liste nicht mit Ihren eigenen Anforderungen identisch sein, aber sie deckt doch die meisten Anwendungsszenarien ab. Kommen wir zu Anfang zu einem äußerst benutzerfreundlichen Programm.

SyncFolders

Die Benutzeroberfläche von SyncFolders ist einfach zu konfigurieren und leicht verständlich. Nach dem Programmstart befinden Sie sich gleich auf der Registerkarte mit Regeln. Hier wählen Sie den Quell- und den Zielordner aus und benennen die Regel.

Ein Plus ist die Prüffunktion von SyncFolders. Damit kennen Sie immer die Gesamtmenge an Daten, die zu synchronisieren sind, sowie potenzielle Fehler. Eine Prüfung lohnt sich für alle nicht absolut einfachen Regeln, die Sie erstellen. Auf der Registerkarte für die Verarbeitung sehen Sie den Synchronisierungsstatus oder Prüfungsfortschritt sowie die Ordner und Dateien in Benutzung. Wer mehr als ein Dutzend Regeln anwenden möchte, wird sich wahrscheinlich von der Benutzeroberfläche eingeschränkt fühlen, aber das Tool ist ideal für alle mit einfachen Synchronisierungsanforderungen und dem Wunsch nach einem geradlinigen Programm.

Kosten: Keine

MirrorFolder

MirrorFolder bietet die üblichen Synchronisierungsfunktionen. Die Konfiguration dauert zwar etwas länger und bietet mehr Optionen als SyncFolders, aber das Programm ist nicht zu komplex für einfache Aufgaben.

MirrorFolder zeichnet sich zudem durch die Fähigkeit aus, eine RAID-1-Konfiguration zu replizieren, indem es zwei Laufwerke laufend automatisch in Echtzeit synchronisiert. Die meisten Workstations und Server, die einen RAID-1-Verbund erfordern, nutzen dafür einen RAID-Controller. MirrorFolder eignet sich hervorragend für Desktop- und Laptop-Nutzer, die bei einem Ausfall des Hauptlaufwerks umgehend ein zweites, identisches Laufwerk starten möchten.

Nach der Einrichtung müssen Sie sich um MirrorFolder fast nicht mehr kümmern. Das Programm wird als Dienst unter Windows ausgeführt, sodass es die Synchronisierung im Hintergrund vornehmen kann.

Kosten: 39 US-Dollar pro Computerlizenz

Synchredible

Von den hier vorgestellten Produkten bietet Synchredible die umfangreichsten Funktionen. Wer jetzt befürchtet, von Einrichtungsoptionen überrollt zu werden, sei beruhigt: Synchredible bietet für jede Aufgabe einen Konfigurationsassistenten. Außerdem erklärt das Programm bei Bedarf die vielfältigen Optionen. Nun mögen Konfigurationsassistenten für manche ein rotes Tuch sein, doch Einsteiger profitieren auf jeden Fall davon.

Ebenfalls nützlich ist die Gruppierungsfunktion für Synchronisierungsaufträge und deren Ausführung in einem Schritt – mit Aufgabenberichten per E-Mail. Außerdem lassen sich Vorgänge anhalten, das unterscheidet das Tool von einigen der einfacheren Programme.

Kosten: Keine bei privater Nutzung, 25 US-Dollar bei geschäftlichem Einsatz

SyncToy

SyncToy ist ein überraschend leistungsstarkes Kleinprogramm von Microsoft. Ursprünglich war es Teil des „PowerToys“-Toolkits, erfreute sich aber schnell großer Beliebtheit bei Nutzern mit großen Foto- und Videosammlungen. Es kann Dateien jedes Typs laufwerk- und computerübergreifend synchronisieren. Microsoft pries es Laptop-Nutzern als Tool für die Synchronisierung großer Dateien mit ihren Desktop-PCs an.

Von Anfang an punktete SyncToy mit der raffinierten Nachverfolgung umbenannter Dateien und deren problemloser Synchronisierung. Der Einrichtungsassistent führt sehr gut durch jede Aufgabe, wirkt im Vergleich zu Synchredible aber etwas altmodisch.

Kosten: Keine

Fazit

Es gibt zahlreiche Programme, die Dateien mit Cloud-Diensten, FTP-Sites und sogar SharePoint-Servern synchronisieren, doch deren Konfigurationsaufwand ist recht komplex, wenn die Aufgabe eigentlich nur darin besteht, ein paar Ordner mit einem anderen Laufwerk oder PC zu synchronisieren.

Synchredible ist einfach zu bedienen und bietet mit Abstand die meisten Optionen, ohne den Benutzer mit Details zu überfrachten. Dieses Tool ist die richtige Wahl für Einsteiger. Die anderen vorgestellten Programme erfüllen die Anforderungen zu 50 Prozent und dürften damit für Ihre Ansprüche genügen.

Aber nicht vergessen: Keines dieser Programme verschlüsselt Dateien oder Ordner. Für die Synchronisierung sensibler Daten müssen Sie daher auf eine Drittanbieterlösung zurückgreifen.