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Datenwiederherstellung, aber richtig – Teil 2

Datenwiederherstellung, aber richtig – Teil 2

Oktober 24
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Übersetzung eines auf Englisch verfassten Artikels für die Recovery Zone. Den Originalartikel finden Sie hier

In einem Beitrag vergangenen Monat erläuterten wir, was bei der Datenwiederherstellung zu tun ist, um erfolgreich ans Ziel zu gelangen. Neben der richtigen Vorgehensweise muss man aber auch wissen, wovon man die Finger lassen sollte. Aus diesem Grund beleuchten wir in diesem Artikel alles, was Sie bei der Datenwiederherstellung vermeiden sollten.

  1. Nicht leichtfertig vorgehen

Leider umfasst Datensicherung mehr, als nur alle paar Tage ein Backup durchzuführen. In der Regel handelt es sich bei einer IT-Infrastruktur um eine komplexe Umgebung mit einer Datenhierarchie. So verfügen viele Unternehmen und Einrichtungen über Dateien, Datenbanken und Anwendungsdaten, die auf physischen wie virtuellen Servern abgelegt sind. Dementsprechend können die Backup-Verfahren und Wiederherstellungsziele für jede Hierarchieebene – oder Datenstufe – ganz anders lauten. Zur Wiederherstellung jedes datengestützten Systems und Prozesses ist es daher unabdingbar, den Aufbau der IT-Ressourcen grundlegend zu kennen.

  1. Backups gegenüber Wiederherstellung nicht den Vorrang geben

Kein Zweifel: Ohne Backups ginge bei der Datensicherung gar nichts. Allerdings ist die Wiederherstellung ebenso wichtig. Sie ist sogar von so grundlegender Bedeutung, dass es sinnvoll ist, besser auf die eigenen Wiederherstellungsfunktionen zu achten. Wie wollen Sie Ihre Daten wiederherstellen? Wohin? Wie schnell? Disaster Recovery ist eine komplexe Angelegenheit, die umsichtiges Planen erfordert. Noch einmal: Wie viele Kopien Ihrer Daten Sie haben, ist unerheblich. Entscheidend ist, ob Sie sie rechtzeitig wiederherstellen können.

  1. Sicherheitsbedrohungen nicht unterschätzen

Ein solider Backup-Plan ist wohl der beste Schutz vor Sicherheitsbedrohungen. In einer Studie von Barkly waren 81 Prozent der befragten IT-Profis zuversichtlich, dass sie Daten, die Ziel eines Ransomware-Angriff werden, mittels ihrer Backups wiederherstellen könnten. Nach einiger Zeit wurde die Studie erneut durchgeführt – diesmal gaben nur 42 Prozent der Teilnehmer, die bereits Opfer eines Ransomware-Angriffs waren, an, dass sie ihre Daten aus solchen Backups wiederherstellen konnten. Dieses Ergebnis unterstreicht die Bedeutung einer Datenwiederherstellungsstrategie, die über Backups hinausgeht.

  1. Tests nicht vernachlässigen

Wie bereits angedeutet, ist eine Datenrettungsstrategie nur so gut wie die Fähigkeit zur Datenwiederherstellung. Damit diese hundertprozentig gegeben ist, müssen Sie Ihre Backups regelmäßig testen, anderenfalls riskieren Sie Ausfälle im Unternehmen. Wie oft sollte man seine Datenwiederherstellungsstrategie überprüfen, fragen Sie? Das hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Wichtig ist jedoch stets, dass Sie die Reife Ihres Plans für so viele Notfallszenarien wie möglich simulieren.

  1. Nicht stagnieren

Es war einmal … eine Zeit, in der das Magnetband als Standard für die Datenspeicherung und -sicherung galt. Es wird zwar auch heute noch verwendet, gilt gemeinhin aber als schwerfällige, unzuverlässige Technologie, deren Tage längst gezählt sind. Die Technologie entwickelt sich jedoch kontinuierlich weiter, und Unternehmen müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten. Dazu müssen sie ja nicht gleich die gesamte Infrastruktur überholen, aber auf jeden Fall regelmäßig sicherstellen, dass die Datenwiederherstellungsstrategie auf dem neuesten Stand ist. Dadurch schützen sie Ihr wertvollstes Gut dauerhaft.